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Die Regionen der Türkei - ihre Besonderheiten

Die Türkei lässt sich in 6 Regionen unterteilen – eine Erleichterung, sich zu orientieren. Dabei hat jede Region ihre touristischen Besonderheiten.

Marmara
Die Marmararegion liegt im Nordwesten. Zu ihr zählt man auch Thrakien, den europäischen Teil der Türkei. Benannt ist sie nach dem Marmarameer, dem Binnenmeer zwischen Bosporus und Dardanellen. Wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Region ist !stanbul. In Edirne (westlich von !stanbul) befindet sich die Selimiye Moschee, ein Bauwerk des berühmten Architekten Sinan. In Hereke, westlich von !zmir, werden Teppiche von Weltruf hergestellt. Tekirda" ist berühmt für die jährlich stattfindenden Weinfestspiele. Nahe der Hafenstadt Gönen mit ihren Thermalquellen liegt der Manyas See, an dessen Ufer sich ein berühmter Vogelschutzpark befindet.
Entlang der Küste des Marmarameeres reihen sich zahlreiche Strände und Urlaubsorte. Im Süden liegt das Uluda"-Gebirge, eines der sehr gut erschlossenen Schigebiete der Türkei.



Die Fatih Sultan Mehmet-Brücke in Istanbul.
Foto: Kultur- und Tourismusministerium Ankara

Ägäis
Die südöstliche Küste der Türkei nennt man Ägäis: Kleine Buchten und Dörfer, Inseln, Steilküsten und goldfarbene Strände wechseln einander
ab. Im Sommer sorgen böige Nordwinde für angenehme Erfrischung. Das Meer hat noch im Oktober eine durchschnittliche Temperatur von 20
°C. !zmir ist eine lebendige, moderne Stadt und ein bedeutendes Handelszentrum. Hier befindet sich das durch Homer unsterblich
gewordene Troja, einst Hauptstadt eines großen Reiches. Die Stadt Pergamon glänzte als kulturelle, wissenschaftliche und künstlerische
Hochburg.
Zu den beliebtesten Urlaubszielen der Ägäis zählen Bodrum, Marmaris, Datça, Köycegiz und Fethiye.

Mittelmeer
Zwischen der Südseite der prachtvollen Taurusberge, deren Gipfel bis zu 3.700 m emporragen, und dem Mittelmeer erstrecken sich in selten
schöner Landschaft feine Sandstrände und geheimnisvolle Buchten, antike Ruinenstätte und attraktive Ferienzentren. Antalya ist eine der
bedeutendsten Städte und das größte Fremdenverkehrszentrum der Türkei. Die sehenswerte Provinz- und Hafenstadt Alanya liegt inmitten
von Apfelsinen-, Zitronen und Bananenplantagen am Südhang des Taurusgebirges. Die Zahl antiker Stätten ist riesig, unter anderem
befinden sich die berühmten Städte Perge, Side und Aspendos in dieser Region. 300 Sonnentage im Jahr machen sie zu einem Ganzjahresziel.

Schwarzmeer
Die Schwarzmeer-Küste im Norden der Türkei reicht von der türkischbulgarischen Grenze bis zur türkisch-georgischen Grenze im Osten.
Malerische Fischerdörfer, einsame Buchten und kilometerlange Strände, die zum Schwimmen und Sonnenbaden einladen, reihen sich aneinander.
Sinop, mit seinen geschützten Buchten, ist einer der bezauberndsten Badeorte. Dichte Nadel- und Laubwälder bedecken das zumeist parallel
zur Küste verlaufende Küstengebirge. In feuchtem Klima und auf fruchtbarem Boden werden Agrarprodukte angebaut, darunter Tee,
Tabak, Haselnüsse, Mais und Getreide.



Das Baudenkmal Kars Ani in Anatolien.
Foto: Kultur- und Tourismusministerium Ankara

Zentralanatolien
Die Hochebene von Zentralanatolien ist reich an geschichtlichen Werten und den unterschiedlichsten natürlichen Schönheiten, wie die surrealistisch anmutende Tufflandschaft von Kappadokien. Am 13. Oktober 1923 wurde das im Herzen der Türkei liegende Ankara zur Hauptstadt und damit zum politischen Zentrum der Republik ernannt. In der Provinz Ankara stößt man auf bedeutende Siedlungen anatolischer Kulturen. Um 2000 v. Chr. zogen die über den Kaukasus gekommenen Hethiter auf die anatolische Hochebene und gründeten von hier aus ihr Großreich, das praktisch ganz Anatolien umfasste.

Ostanatolien
Auf dem Gipfel des Ararat (5.165 m) in Ostanatolien soll Noah mit seiner Arche gestrandet sein. Von hier aus brach er, nachdem die Wassermassen sich zurückgezogen hatten, über die I!dõr-Ebene in das Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris auf. In Erzurum sind die Medressen (Unterrichtsstätten), die Grabbauten und die Moscheen aus seldschukischer und osmanischer Zeit sehenswert. An den Ufern des Van-Sees liegt die Stadt Van, ehemals Hauptstadt des Urartu-Reiches. Mit einer Länge von fünf Kilometern zählt die Stadtmauer von Diyarbakõr zu den längsten der Türkei.

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